Die Eltern haben entschieden – die Parkidylle wird bis 2020 unsere Kinder weiter mit Essen versorgen

Heute wurde das Ergebnis der Abstimmung zur Auswahl des Essensanbieters in der Gemeinde Haselbachtal offiziell bekanntgegeben. Für mich prinzipiell wenig überraschend gibt es keinen Wechsel, sondern es bleibt alles beim Alten.

Die Parkidylle hat die Abstimmung der Eltern in den einzelnen Einrichtungen in drei von vier Fällen für sich entschieden, wenngleich sie mit Abstand das teuerste Essen liefert (3,49€ Schule | 3,24€ KiTa) . Über Geschmack lässt sich streiten, das ist klar. Aber die Angebote und Darlegungen der anderen Anbieter haben mich persönlich mehr angesprochen in Bezug auf Regionalität, Frische und auch Ausgewogenheit.

Der Demokratie sei Dank zählt hier aber nicht die einzelne Meinung, sondern die mehrheitliche Entscheidung. Und das wiederum empfinde ich als sehr positiv, dass wir es geschafft haben, in diesem Punkt das Mitspracherecht der Eltern eingefordert und auch erhalten zu haben.

Das Team der Parkidylle um Sven Dünnebier kann hier nun unter Beweis stellen, dass ihr Essen die 3,49€ pro Schulportion (zum Vergleich: laola 3,00€ für die Schule pro Portion) wert sind und sie über 2 Jahre dem hohen Anspruch auch gerecht sein können. Denn es gab nicht wenige Eltern, die sich gern einen anderen Anbieter gewünscht hätten. Da die Ergebnisse der Abstimmung öffentlich in den KiTas aushingen, kann ich sie hier auch posten:

Grundschule:

  • Sodexo: 1
  • Kabi Kamenz: 7
  • laola Kinderküche: 40
  • Parkidylle Bischheim: 80

KiTa Gersdorf:

  • Sodexo: 0
  • KaBi Kamenz: 7
  • laola Kinderküche: 18
  • Parkidylle Bischheim: 33

KiTa Reichenbach:

  • Sodexo: 4
  • KaBi Kamenz: 4
  • laola Kinderküche: 13
  • Parkidylle Bischheim: 8

KiTa Bischheim:

  • Sodexo: 0
  • KaBi Kamenz: 0
  • laola Kinderküche: 4
  • Parkidylle Bischheim: 64

Die Stimmbeteiligung war insgesamt sehr hoch, da die Abstimmung in vielen Fällen per Wahlzettel zum Elternabend vorgenommen wurde.

Der Ablauf bezog Elternvertreter und alle Eltern mit ein

Nach Eingang der Angebote der angeschriebenen Essensanbieter wurden diese erst einmal formal und inhaltlich von den Elternvertretern bewertet. Bei den Formalien hatte die Gemeinde ein gewichtiges Wort mitzureden, bei den inhaltlichen Dingen oblag die Bewertung den Elternvertretern. Nach dieser ersten Selektion haben sich 4 Anbieter herauskristallisiert, die dann allen Eltern aller Einrichtungen zur Abstimmung präsentiert wurden.

Soviel Aufwand und nun wird alles teurer?

Wenn man eindimensional denkt, dann könnte man schnell den Eindruck gewinnen, dass der ganze Aufwand für die Katz war. Wochenlang haben wir uns gestritten, diskutiert, sahen uns Anfeindungen und auch viel Unterstützung ausgesetzt. Und dann bleibt alles beim Alten, wird nur teurer? Ich bin sehr gespannt, wie sich die Versorgung unserer Kinder von nun an entwickeln wird. Und ich wie viele andere Eltern werden ein sehr genaues Auge auf Qualität und Menge des Essens haben.

Es ist ja auch nicht so, dass man neben Arbeit, Familie und Freizeit noch jede Menge Zeit für derartige Tätigkeiten übrig hat. Das kommt und kam alles “on Top”. Aber unser Kinder waren es uns wert, diesen Aufwand betrieben zu haben. Denn so haben auch sie gesehen, wie Demokratie funktioniert. Leider im Ergebnis halt nicht immer so, wie der Einzelne sich das wünscht, aber das ist in der großen Politik ja nicht anders.

Und ich bin mir sicher, dass viele von denjenigen, die aktiv daran mitgewirkt haben, diesen Schritt wieder gehen würden, wenn sie der Meinung sind, etwas bewirken zu können. Nur der Diskurs ermöglicht ein gemeinsames Mitgestalten!

 

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